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Die Sunzi Methode

Du hattest einen echt schlechten Tag, weil Dein Mann/Deine Frau/Deine Mutter/Deine Kinder/Dein Arbeitgeber/Dein Liebhaber finden, dass Dir etwas Sport gut tun würde?

Dieser Beitrag soll Dir helfen, die hässlichen Stimmen verstummen zu lassen und die Kritiker in ein sprachloses Staunen zu versetzen, wo sie sich um Ihre eigenen Probleme kümmern können. Ich nenne sie die Sunzi-Methode, benannt nach Sunzis Buch „Die Kunst des Krieges“.

Wer kennt es nicht, ein freundlich gemeinter Vorschlag, schlimmstenfalls vom eigenem Partner, ob man nicht zusammen Sport treiben möchte, um wieder mehr in „Form“ zu kommen. Allerallerschlimmstenfalls kommt von der eigenen Mutter der Hinweis „Kind, Du hast aber ganz schön zugenommen.“.
An dieser Stelle rät Sunzi zu unterscheiden, ob es sich entweder um einen einmaligen Übergriff auf die persönliche Fettreserven handelt, oder ob man bei wiederholtem Straftatbestand mal klarstellen sollte, in wessen Schokoladenparfait-Körper nach einem Haar in der Maronencremesuppe gefischt wird.

„Siegen wird der, der weiß, wann er kämpfen muss.“

Manchmal ist das Ende Bevormundung auch erst an einem Sommertag, schwitzend wie ein Iltis in einer knappen, und um genau zu sein ZU knappen, Hüftpants mit fast nunmehr 40 Jahren gekommen.

„Greife an, wenn der Gegner unvorbereitet ist, mache einen Schachzug, wenn er es am wenigsten erwartet.“

Du bist ein lebensbejahender Mensch, der eine Bereicherung für jede Betriesfeier ist, auf denen Du für gutes Betriebsklima sorgst und auch mal eng umschlugen mit dem Chef schwofst? Warum sollten genau diese Charaktereigenschaften durch eine Änderung Deines Lebensstils verloren gehen? Denn Genuss macht Dich zu diesem allseits geliebten Menschen, der bestgelaunt mit einem Glas des besten Spätburgunders des Hauses Knipser alle Kinder gleichzeitig ins Bett bringen kann, während die kaltgestellten Erdbeeren und das Vanilleparfait warten, dass Dein Partner von schwerer Arbeit nach Hause kommt und Du endlich die Tagesration an Vitamin C auf Dir drapieren kannst. Denn Obst ist gesund und macht glücklich, bei Obst in Form von Wein tritt die Wirkung sogar unmittelbar ein. (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25080035)

„Wenn du dich und den Feind kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten. Wenn du dich selbst kennst, doch nicht den Feind, wirst du für jeden Sieg, den du erringst, eine Niederlage erleiden. Wenn du weder den Feind noch dich selbst kennst, wirst du in jeder Schlacht unterliegen“.

Wer trotzdem an diesem, Deinem heiligem Tempel, Kritik übt, denn das darfst einzig Du und der Arzt Deines Vertrauens, hat nichts besseres als einen schweren Frontalangriff verdient. Eine dramatischen Inszenierung mit rausgestreckter Brust, erhobenem Kinn unter Nutzung aller Tonlagen, bevorzugt der Kreisch-überschlagende-Stimme-Sopran, kann Dein Handeln noch unterstützen und Deine Worte unterstreichen . Wie hättest Du auch jemals ahnen können, dass genau dieser von Dir geliebten Person nicht an Deinem Leben gelegen ist? Denn genügend jedermann bekannte Studien belegen, dass doch Übergewicht mit einer längeren Lebenserwartung assoziert ist. Wünscht man sich also Dein baldiges Ableben? Ist das das Ziel dieser Unterredung? ……(http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27404937)

„Die höchste Form der Kriegsführung ist die Zerstörung des Willens seines Feindes, um so allen Angriffen vorzubeugen.“

Sport ist häufig der Grund für folgenschwere Erkrankungen. Aus diesen resultierend, müsstest Du Dich vielleicht lebenslang schonen bei Wellness, Pediküre, Maniküre, leichter Lektüre und mediterraner Kost. Vielleicht müsstest Du sogar ganzjährig im mediterranen Raum auf einem Kreuzfahrtschiff verbleiben und Dich schweren Herzens von Deinem Mann trennen, um das nunmehr durch Sport und Diäten geschundene Herz zu schonen. (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26661094)


„Furcht ist der Gegner, der einzige Gegner.“

Konnte Dein Gegenüber den ganzen logischen Schlussfolgerungen nicht folgen, weil er intellektuell nach dem ersten Argument ausgestiegen ist, bleibt immer noch ein hysterischer Weinanfall, bei dem Worte wie “ Du liebst mich nicht mehr… Du findest mich nicht mehr schön… Ich habe Dir 12 Kinder geboren… etc.“ fallen sollten…


„Begegne der Unordnung mit Ordnung und dem Ungestüm mit Ruhe.“

…um ihn dann selbstlos und großherzig in die Arme zu schliessen und ihm seine absurden Vorschläge zu verzeihen.
„Wenn du einen Feind eingekreist hast, lass ihm einen Fluchtweg.“
Ein abschliessendes Wort von Sunzi….
„Führerschaft ist eine Sache der Intelligenz, der Glaubwürdigkeit, der Menschlichkeit, des Mutes und der Strenge. Jeder General hat von diesen fünf Dingen bereits gehört. Jene, die sie beherrschen, werden triumphieren; jene, die sie nicht beherrschen, werden scheitern.“

… und meiner Top Ten Liste, die gegen Sport spricht.

  1. Sport bedeutet schwitzen. Schweiß ist ein idealer Nährboden für Bakterien und damit aus medizinischer Sicht ungesund. Also quasi. Also fast. Na ja, so ähnlich
  2. Mannschaftssportarten verleiten einen zum übermässigen Alkoholgenuß. Die daraus resultierenden Folgekosten einer Alkoholkrankheit muss die Gemeinschaft im Rahmen Ihrer Krankenkassenbeiträgen zahlen. Also sollten wir alle unsere Stimme gegen Sport erheben.
  3. Die STIKO empfiehlt das Impfen aller Kinder, mit dem Ziel, bestimmte Krankheiten gänzlich auszumerzen. Ein Verbot, die Duschen in Sporthallen zu betreten, wäre deutlich günstiger, hätte kein Risiko eines Duschschadens und würde binnen weniger Wochen Fußpilz nur noch in Geschichtsbüchern erscheinen lassen.
  4. Solange bei der U1 nicht ein Herzultraschall in die internationalen Standards aufgenommen wird, kann man sich nicht sicher sein, bei übermäßiger Beanspruchung des Herzens zu versterben.
  5. Durch die Teilnahme von regelmäßigen Trainigseinheiten kann durch die Veränderung des eigenen Körpers der Marktwert deutlich steigen. Das kann für eine Ehe unter Umständen ungeahnte Gefahren bergen, falls es zu einem plötzlichen Ungleichgewicht der Partner kommen sollte. Die heile Familie stellt das höchste Gut dar und muss daher vor solchen Gefahren verschont bleiben. Auch die Kirche sollte sich daher offiziell gegen Sport aussprechen.
  6. Das Tragen von Schutzhelmen, Kappen oder ähnlichen Kopfbedeckungen beim Fahrradfahren, Schwimmen, Polo, Free Fight etc. ist mit einem erhöhtem Kostenaufwand für den Friseur verbunden und ist Öl im Feuer unserer Konsumgesellschaft… Hier ist die Politik gefragt.
  7. Der Wettbewerbszwang der meisten Sportarten hat mache Freundschaft auf dem Gewissen. Wir sollten unseren Kindern lieber ein friedvolles Miteinander vorleben. Besonders in diesen krisengeschüttelten Zeiten.
  8. Beim übermäßigen Traininig oder übermäßigen Alkoholgenuss (s.o.) kann es zur krampfhafter Entleerung des Magens kommen. Die damit verbundene Elektrolytentgleisung kann zu schweren Herzrhythmusstörungen führen, die tödlich enden können.
  9. Viele Sportarten sehen total doof aus. Ehen sind schon gescheitert, nachdem der Partner beim Zumbatraining beobachtet worden ist. Auch hier, wo bleibt da die Stimme der Vernunft?
  10. Einzelsportarten können durch den Trainingsaufwand und damit verbundenen Zeitaufwand Familien zerstören. Würde Joey Kelly nicht durch die Welt rennen müssen, würden wir uns alle weiterhin an der wunderbaren Musik der Kelly Familie erfreuen können.

In Kürze folgt dann hier der zweite Teil, in dem ich haarklein erkläre, warum Sport und eine gesunde Lebensweise so wichtig sind.

„Jede militärische Operation beinhaltet Täuschung. Wenn du fähig bist, erscheine unfähig. Selbst wenn du tätig bist, erscheine untätig. Wenn du in der Nähe angreifen willst, so täusche vor, dass du dich auf einen weiten Weg machst; wenn du in der Feme angreifen willst, mach die anderen glauben, dass du nur eine kurze Strecke zurücklegen willst.“

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